To press or not to press …

Fragen wir mal die KI

„Koordination ist der Kern von gutem Offensivpressing. Es reicht nicht, wenn ein Stürmer allein anläuft. Die gesamte Mannschaft muss abgestimmt verschieben, Abstände von ca. 10–15 Metern halten und kompakt bleiben. Wichtig sind klare Pressingauslöser wie ein Rückpass zum Innenverteidiger, ein schlechter erster Kontakt oder ein Pass zur Seitenlinie. Der erste Anläufer lenkt den Gegner in eine gewünschte Richtung („Pressingfalle“), während Mitspieler Passwege zustellen und nachschieben. Die Kette dahinter sichert hoch, um zweite Bälle zu gewinnen. Timing, Kommunikation und gemeinsames Tempo sind entscheidend – sonst entstehen große Räume, die der Gegner leicht bespielen kann. Ziel bleibt: Ballgewinn in Tornähe und sofortiger, direkter Abschluss.“ ChatGPT heute um 12:44 Uhr

Fragen wir mal Rapid

Warum schafft der SK Rapid es nicht – von einer sehr kurzen, schönen Phase unter Trainer Klauss mal abgesehen – ein halbwegs vernünftiges Offensivpressing zustande zu bringen?

Ich hab mir das am Samstag gegen den überaus schwachen Wolfsberger AC im Stadion mal angesehen. Das ist eine Mannschaft, die fast noch eine Spur verunsicherter wirkt als unsere Truppe (falls das überhaupt möglich ist). Von lockerem aus der Abwehr herausspielen also keine Rede. Und das sogar ohne erkennbares Pressing von Rapid-Seite. Denn man kann es kaum Pressing nennen, wenn 1 Stürmer oder ein offensiver Mittelfelspieler halbherzig einem Verteidiger entgegenläuft. Dieser hat in der Regel 3 bis 4 Pass-Optionen, weil unsere grünen Halbprofis aber auch so gar keine Lust zeigen, diese zu verhindern oder Passwege zustellen. Dafür müsste man ja mit Hirn anlaufen. Aber die Herrn Gulliksen & Co haben darauf gerade so gar keine Lust.

Dabei braucht es dafür nicht mal Talent und auch die immer wieder angeführte Verunsicherung mag eher im kreativen Offensivspiel hinderlich sein. Aber Passwege zustellen kann jeder Regionalligist. Wenn seine Spieler Lust haben ein paar Schritte zu laufen, vielleicht sogar schnell.

Fragen wir Ernst Happel

Nun ist Pressing oder Forechecking, wie der große Ernst Happel das einst nannte und prägte, natürlich kein Allheilmittel, aber es ist ein gutes Mittel, um Gegnern den Spielaufbau zu zerstören und selbst Chancen zu kreieren. Das sieht man ja immer wieder, wenn unsere Defensiven gepresst werden. Spätestens nach dem dritten ungenauen Zuspiel kommt ein Not-Rückpass zu Hedl, der den Ball in der Regel unkontolliert ins Seiten-Out drischt. Einwurf und Ballbesitz Gegner.

„Ernst Happel war ein Pionier des modernen Fußballs, der Forechecking (frühes Stören) als integralen Bestandteil seiner taktischen Philosophie etablierte. Neben Viererkette und Abseitsfalle war das offensive Verteidigen ein Kernaspekt seines Trainings, um Ballbesitz früh zu erobern
. Sein Stil basierte auf schnellem Umschalten und hoher Defensivkompetenz.“

Fast schon ein Treppenwitz der Fußballgeschichte, dass ausgerechnet ein Rapidler schon vor vielen Jahren etwas entwickelte und erfolgreich anwandte, was spätestens durch den „pösen pösen Red Bull-Fußball“ erfolgreich verbreitet wurde.

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