Ein neuer Trainer

Ob und wann unsere SK Rapid Wien einen neuen Trainer braucht oder nicht, das müssen – gottseidank – nicht wir entscheiden. Dafür gibt es ja gutbezahlte Entscheidungsträger in Hütteldorf, die sich darum kümmern müssen.

Die Ergebnisse der Saison sind auf jeden Fall mehr als besch … eiden. Weniger Punkte als Spiele in der Liga, gar keine Punkte in Europa. Dafür Woche für Woche neue Ausreden – von der unglaublichen Belastung bis zum VAR.

Ich muss gestehen, mir persönlich ist es mittlerweile ziemlich wurscht, was hier passiert. WARUM? Weil ich (a) nicht daran glaube, dass es mit Kühbauer substanziell besser wird. Und weil ich (b) befürchte, dass es ohne Kühbauer wirklich besser wird. Weil ich einfach die schwere Vermutung habe, dass im Falle einer Trennung von Kühbauer halt die nächste „Legende“ mit ähnlicher Ausrichtung folgen wird.

Welcher Trainer-Typ helfen könnte

Weil immer wieder Leute fragen, ja, wer soll es denn machen, falls man sich wirklich von Kühbauer trennt. Standardantwort: Keine Ahnung. Ich bin kein Trainer-Scout. Aber da ich mich ja nicht beruflich um die Personalfragen von Rapid kümmern muss, sondern als normaler Fan einfach nur spekulieren darf, macht man sich natürlich seine Gedanken. Und dabei geht es erst gar nicht um Namen, sondern eher um eine grundlegende strukturelle Frage.

Schafft es unser Verein einen grundsätzlichen „Spiel-Plan“ zu entwickeln – und zu dessen Umsetzung dem passendsten Trainer eine Chance zu geben?

Schafft es Rapid, einem Unbekannten mit Plan den Vorzug vor einer planlosen Legende zu geben?

Da ich sehr skeptisch bin, dass diese beiden Fragen positiv beantwortet werden, wird wohl bald der nächste Ex-Internationale, die nächste Legende (logisch: Herzog) vor der Tür stehen.

„Ante Portas“

Der Blick nach Salzburg

Auch wenn ich das Marketing-System der Dosen grundsätzlich alles andere als sympathisch finde, gebietet es trotzdem der Hausverstand, sich einfach mal anzusehen, was dort gut funktioniert und warum. Was hat der Herr Rangnick dort sportlich aufgebaut? Und was kann man auch ohne die vielen Millionen des Dosenkönigs zumindest in der Struktur im Kleinen versuchen zu kopieren bzw. zu adaptieren. Vieles wird man als Rapid nicht so umsetzen können, weil dazu einfach wirklich die nötigen Mittel fehlen. Schon klar …

Aber: Es gibt in Salzburg einen klaren Plan, wie man spielen will und wie man auftreten will. Und das zieht sich natürlich von Liefering bis Salzburg durch. Und genau zur Umsetzung dieses Plans werden Trainer und Spieler geholt. Und es sind in der Regel eher unbekannte Trainer und keine Ex-Kicker-Legenden. Einen Rose kannte vorher keiner, heute trainiert er den BVB und fordert die Bayern heraus. Einen Jaissle kennt immer noch kaum wer – und was er mit den neuen Bullen macht, kann sich sehen lassen.

Was ein Hütter und ein Glasner mit ihren Mannschaften in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland machen ist wirklich schwer ok. Man sieht es ihren Mannschaften an, dass da ein Plan ist, den man im Rahmen seiner Mittel umsetzt – und diese Teams treten in der Regel mit viel Energie, hohem Pressing, viel Laufbereitschaft und vollem Einsatz auf.

Und, ja, wenn man so will, so einen neuen Typus „Rose-Glasner-Hütter“ wünsche ich Rapid für die Zeit nach Kühbauer. Wann auch immer das sein wird –

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