OT: Geldgeile GierLeague

Die Champions-League-Reform sieht ab 2018 / 19 vor , dass die vier Top-Ligen aus Deutschland , Spanien , Italien und England je vier feste der insgesamt 32 Startplätze bekommen. Und viel mehr Geld : Bisher nimmt die Uefa 2,4 Milliarden Euro ein , schüttet an Prämien rund 1,3 Milliarden an die Teilnehmer der Königsklasse aus . Von den künftig 3,2 Milliarden werden es mehr als zwei Milliarden sein . Die Topklubs können mit je 60 Millionen Euro mehr pro Saison rechnen , der Rest mit je fünf Millionen €. Kassierte der FC Barcelona beim Champions League Triumph 2015 rund 61 Millionen, darf der Titelgewinner 2019 mit über 130 Millionen Euro rechnen.

Das Wundern vergeht einem schon lange angesichts der geldgeilen Gierklubs und ihrer willfährigen Handlanger in der UEFA. Denn natürlich war es ja die Grundidee des Fussballs, dass Scheichs, Oligarchen und supersaubere Steuerhinterzieher sich Klubs als Spielzeug besorgen, um gehypte, blondierte, zutätowierte, geldgeile „Superstars“ und „Megatalente“ feilschen, sie hin und her verschachern und dabei natürlich auch noch arrogante, feiste  „Beraterstars“ stinkreich machen. Jede Saison müssen Transferrekorde fallen. Ronaldo 90 Millionen, Bale 94, Pogba 105 Millionen. Wer wird der Nächste? Neymar um 130 Millionen zu PSG? Griezmann um 140 Millionen zu United? Oder warum nicht gleich Martial um 200 Millionen zu Real … ???

Natürlich kriegen sie alle blind vor Gier und stupidem Geltungsdrang den Hals nicht voll. Und sie denken möglicherweise sogar wirklich, dass jemand 8 x im Jahr PSG gegen City sehen will oder Bayern gegen Athletico. Nö, ganz, ehrlich, dass ist wie jeden Tag Schnitzel oder Sachertorte essen. Man isst sich einfach ab. Für sehr viele Fans lebt der Fußball von der Spannung, ob nicht doch mal einer gewinnt, der nicht zu den Supersupergstopften gehört. Vielleicht spielt ja doch mal wieder Celtic eine Rolle, oder Benfica, oder Leicester überrascht auch in Europa? Nix da, die Supersupergstopften schieben sich weiter gegenseitig die Kohle zu und wollen unter sich bleiben. Aber immer Barca, Real und Bayern ist ganz einfach öd bei der xten Wiederholung. Diese Inzuchtpartien der immergleichen Systeme, der immergleichen Trainer, die im Radl alle supersupergstopften Klubs abklappern (Pep, Mou und Ancelotti) langweilt nur mehr.

Darum ein Vorschlag: 

BLEIBT DOCH EINFACH UNTER EUCH! SPIELT DIE CHAMPIONS LEAGUE AB 2017 MIT 16 VEREINEN. DIE ERSTEN 4 DER 4 GROSSEN LIGEN QUALIFIZIEREN SICH UND SPIELEN IN ENDLOSSCHLEIFE IMMER UND IMMER WIEDER GEGENEINANDER. BIS AM ENDE IRGENDEINER CHAMPIONS LEAGUE SIEGER IST (wen interessiert´s schon?)  UND FLY EMIRATES, QUATAR UND GAZPROM FINANZIEREN DEN GANZEN MÜLL. 

Und alle anderen europäischen Vereinen spielen um den Europa League Titel. Und zwar möglichst viele und das im guten alten k.o. Modus von Anfang an. Da ist dann vielleicht nicht so viel Klasse und Kohle drin, aber ganz sicher viel mehr Herz, Leidenschaft und Spannung!

P.S.: Wie kann man überhaupt von einer „Champions League“ sprechen, wenn da auch er VIERTE (!) einer nationalen Liga mitspielt? Würde irgendwer den gescheiterten Semifinalisten der heurigen US Open im Tennis etwa als aktuellen US Open Champion bezeichnen?

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