Bilbao 1 Rapid 0 Strebinger top!

Naja, gut, Niederlagen sind immer scheixxe. Aber es gibt Niederlagen, die sind einfach unnötig und es gibt Niederlagen, die sind mit Zähneknirschen zu ertragen. Für mich war das gestern ein 0:1 der zweiten Kategorie. Rapid suchte gestern sein Heil nicht im Mitspielen sondern in der Defensive. Und das war – Valencia schau oba – auch die richtige Taktik. Gegen ein Top 5 Team der spanischen Liga befriedigt ein offensives Auftreten – gerade auswärts – vielleicht die Eitelkeit mancher Optimisten, aber in der Regel kommt dabei für uns nix raus – so gut sind wir einfach (noch) nicht. Mit noch etwas mehr Glück hätten wir aber gestern auch ein (eher unverdientes) X holen können. War leider nicht so – den Versuch war es allemal wert. Zumal gerade ein Spieler mir gestern wirklich Freude gemacht hat – und das war unser Tormann Richard Strebinger.

Eine gefühlte Ewigkeit gab es im Rapidtor dieses Klasse-Vakuum. Der kreuzbrave Rübezahl Jan Novota pendelte lange zwischen solidem Mittelmaß und Wahnsinn. Immer wieder hielt er den Kasten recht brav sauber, aber immer wieder mal kassierte er auch Tore, die alleine seiner Unbeweglichkeit und seinem hilflosen Verhalten bei Flanken oder Eckbällen geschuldet waren. „Bahnschranke noch Hilfsausdruck“ würde es Wolf Haas beschreiben. Und war er mal krank, verletzt oder sonstwie verhindert, ersetzte ihn mit Strebinger ein junger vielversprechender Mann, der leider allzu oft auch an seinen Nerven scheiterte. Unvergessen sein Ausschluss gegen Mattersburg im Happelstadion oder seine Aussetzer gegen die Admira. Übermotiviert und übernervös lautete dann die Diagnose meist. Umso mehr freut es mich jetzt zu sehen, wie der junge Keeper sich in den letzten Spielen macht, seit er – wohl auch dank „Österreichertopf“ – die Nummer 1 im Rapidtor ist. Stark im 1 gegen 1, stark auf der Linie und recht ok bei Flanken – wobei hier schon noch Luft nach oben zu sein scheint – im wahrsten Sinn des Wortes. Verbessert er jetzt auch noch sein Spiel mit dem Fuß und seine Abschläge, dann hat Rapid hier wirklich einen guten, jungen, heimischen Tormann im Kasten.

Für mich war Strebinger in jedem Fall gestern gemeinsam mit Dibon der Mann der Spiels bei Rapid.

Und generell zeigen die Ergebnisse in unserer EL-Gruppe, dass wohl jeder jeden schlagen kann. Wird eine echt enge Gruppe, in der wir schauen müssen, dass wir zuhause sauber (sprich siegreich) bleiben – und auswärts noch den einen oder anderen Punktegewinn versuchen. Was – nicht zuletzt dank Richard Strebinger – durchaus im Bereich des Möglichen zu sein scheint. Man darf wirklich gespannt sein auf die Spiele in Genk und bei Sassuolo.

 

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