Verantwortung!

Halten wir es nur kurz noch mal fest – auch wenns wirklich wehtut: Nach 14 Runden in der Liga hält Rapid bei 20 Punkten (letztes Saison 25), man hat von diesen 14 Spielen genau 5 gewonnen (letzte Saison 8). Man ist als Tabellenfünfter einen Punkt vor Wolfsberg und 5 Punkte hinter dem Vierten, der Austria. Der Punktvergleich zum Vorjahr auch deshalb, weil man ja im Sommer offensichtlich einen neuen Trainer haben wollte, um sich zu „verbessern“ im Vergleich zur letzten Saison – zudem gibt es seit Juli ein neues Stadion mit richtig guter Stimmung. Und auch in den Kader wurde mächtig (Mocinic, Traustason …) investiert. Und das alles brachte das Ergebnis von Minus 5 Punkten?!

Und trotzdem taucht immer wieder die äußerst seltsame Frage auf, ja was können denn der Büskens und der Müller dafür, dass die Spieler nicht treffen?

Und da muss man sich schon fragen, in welcher Welt wir eigentlich leben. Diese beiden Herren sind VERANTWORTLICH für die Leistung und den Erfolg der Mannschaft. Es liegt in ihrer Verantwortung (und der ihres gesamten Trainerteams) Spieler individuell besser zu machen, wenn sie den Ansprüchen noch nicht ganz genügen sollten. Und wenn dies (schnell) nicht möglich ist, dann muss man dem Team ein System mitgeben, mit dem es in der Lage ist, sowohl gegen „nominell bessere“ wie auch gegen „nominell schlechtere“ Team erfolgreich zu bestehen. Aber hier ist gar nichts passiert. Herr Büskens hat einfach übernommen, was da war und hat wohl gehofft, dass Stadion und neue Euphorie schon die Tore schießen werden, irgendwann und irgendwie. Man versuchte es immer wieder mit dem gleichen System und es brauchte (überraschenderweise!?) immer das gleiche negative Ergebnis. Aus der Not heraus versuchte er es dann plötzlich mit zwei Stürmern – es wurde dabei allerdings nur die Brechstange zum Rezept erhoben. Hauruckfußball vom Feinsten. Und was macht ein Jelic bitte am linken Flügel?

Aber die völlige Ambitionslosigkeit zeigte sich ja schon ganz zu Beginn. Ist es mittlerweile durchaus üblich, dass ein neuer Trainer auch sein eigenes „Special Team“ (Fitness, Taktik, Standards, Mental und weißderdeiblwas…) mitbringt, so war auch hier bei Herrn Büskens Fehlanzeige. Er arbeitete mit dem gleichen Team weiter, dessen Kopf man wegen Erfolglosigkeit gefeuert hatte. Nix mit eigenen Ideen, eigenem System, der Umsetzung einer eigenen Vorstellung vom Spiel. Nö, einfach ein Einjahresvertrag und schauen wir mal was passiert – mit dem neuen Stadion wird das schon irgendwie von selbst laufen …

Nein, das tut es nicht. Und deshalb ist es höchste Zeit für die sportlich Verantwortlichen die Koffer zu packen und diesem Dahinwurschtln ein Ende zu bereiten. Ich fand es anfangs auch gut, dass diese Stallgeruch-Politik langsam ein Ende fand und man dazu übergehen wollte, (internationale) „Experten“ zu holen. Damit eine Vergangenheit als Rapid-Spieler nicht länger zum Freifahrtsschein auf die Rapid Betreuerbank wurde. Alles ok, nur hochdeutsch sprechen ohne Konzept dahinter ist leider auch keine Alternative.

Darum gilt es, sich jetzt wirklich umzuschauen, wer Rapid in den nächsten Jahren mit Konzept in der neuen Heimat zu neuen Erfolgen führen kann. SO kann es auf jeden Fall nicht weiter gehen. Das hatte wir schon 2001/02 mit Loddar Matthäus und dieser Horortrip endete auf Platz 8.

Egal, ob Canadi, Kühbauer, Lederer, Herzog, Slomka & Co (um nur mal wertfrei die üblichen Verdächtigen zu nennen), Rapid braucht einen sportlichen Plan und eine Idee für die nächsten Jahre. Und eine klare Variante, um diese Saison nicht als Sechster zu beenden.

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