Herzrasen: Rapidmomente des Jahres.

Meine persönliche Wertung dieser Saison.

Natürlich ist das „nur“ eine ganz subjektive Wertung – jeder Rapidler empfand in dieser Saison sicher auch andere Siege und Situationen als „besondere Rapidmomente“.

Europäische Momente aus Hütteldorf fehlten in dieser Saison leider völlig. Aber das holen wir dieses Jahr ja nach. Mit Sicherheit taten die Derbysiege im Happel extrem gut. Und da ist es auch mal egal, dass es fast schon peinlich (wenn auch schön;) war, wie die Violetten zum Ende dieser Saison hin immer mehr zerfallen sind.

Meine Rapidmomente der Saison passierten im letzten Heimspiel. Im Spiel gegen Altach. Und eigentlich auch vor dem Match und danach auch. Denn es war das letzte Ligaspiel unseres Fußballgottes in unserem Stadion. Und vermutlich werden wir erst nächste Saison erkennen, was für ein ganz besonderer Kicker unsere Mannschaft (als Spieler) verlassen hat. Ein Kapitän wie er sein soll. Ein sportliches und menschliches Vorbild, ein Anführer im besten (altmodischen) Sinne des Wortes. Gerade in einer Zeit, in der sich auf den Plätzen dieser Welt immer mehr medial gehypte Pseudo-Stars mit der todschicken Einheitsfrisur und dem gleichen zuapeckten Einheitsstil tummeln. (Jeder soll machen wie er mag – aber ganz ehrlich, die schauen doch heute fast alle gleich aus:)

Und dann stürmen diese heutigen Pseudo-Leader mit Schaum vor dem Mund bei jeder noch so kleinen Entscheidung auf den Schiedsrichter zu und pöbeln und rempeln und geifern. Und wenn der Verein, bei dem sie eben noch einen neuen 3 Jahresvertrag unterschrieben haben, wappenküssend, sie nicht sofort weiterziehen lässt zu einem neuen Verein, der noch mehr zahlt – dann pressen wir uns raus aus dem Kontrakt.

Ich frage mich jedes Mal, was sich ein achtjähriger Nachwuchskicker in dem Moment denken mag. Woow, da mein Vorbild, der Dauermotschkerant, der dann, wenn er selbst auch nur leicht angerempelt wird, sofort theatralisch umfällt – Marke Sterbender Schwan. Super, so will ich auch mal werden.

SHFG war wohltuend anders. Natürlich hat er auch gmotschkert und reklamiert  – aber nicht wegen jedem (falsch gegebenen) Einwurf. Und vor allem hat er die Grenzen der Fairness dabei nie wirklich übertreten. Und davon kann jeder junge Rapidler lernen und sich eine Scheibe abschneiden. Steffen ging – lief – voran und holte sich den Respekt durch seine Leistung – und nicht durch gigantomanische Ablösesummen oder seinen Berater. Und das machte ihn zu einem wahren Rapidler im besten Sinne. Und das machte diese Match, mit allen möglichen Situationen, dem Einlaufen, dem Jubel des Stadions, der Einwechslung, dem Tor … zu etwas ganz Besonderem.

DANKE STEFFEN HOFMANN!

DANKE FÜR DEINE SPIELE, DEINE LEISTUNGEN, DEINEN EINSATZ, DEIN HERZ FÜR DIESEN VEREIN!

UND VIEL ERFOLG IN DEINER NEUEN FUNKTION!

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