Damir Canadi in his own words

Zu einem ersten, etwas besseren Verständnis des neuen Rapid-Trainers hier vorab noch mal einige gesammelte Aussagen und Infos von ihm der letzten zwei Jahre:

Damir Canadi: Gute Spieler zu haben bedeutet nicht, dass man automatisch erfolgreich ist. Wenn wir beim SCR Altach heuer nicht als Team so zusammengewachsen wären, hätten wir es heuer mit diesen Ausfällen nie geschafft. Wir sind sehr demütig geworden, auch die Spieler. Dass wir nie wieder in diese Situation kommen, müssen wir einfach immer 100 Prozent geben können.

Damir Canadi: Wenn man Fußballprofi ist, muss man schätzen, was man hat. Auch bereit sein, da zehn bis zwölf Stunden täglich zu investieren. Dieses Bewusstsein müssen wir entwickeln. Dann hat man eine andere Einstellung zum Beruf Fußballprofi.

Damir Canadi (zu Vorarlberg):  Dass es uns hier super gefällt, ist ja kein Geheimnis mehr. Alles was neben dem Job passiert, kann man hier unternehmen. Wenn ich es mit Wien vergleiche und an meine recht jung verstorbenen Eltern denke, die in der Pension nicht mehr wussten, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen, dann weiß ich, dass ich meine Pension auf jeden Fall in Vorarlberg verbringen werde. Hier habe ich alles vor der Tür, ob ich biken oder Motorrad fahren möchte, alles was das Herz begehrt.

Damir Canadi (zu seinem Jahr im Trainerteam von Lok Moskau): Du kannst bei der Fortuna in Wien genauso viel lernen wie bei Lok. Besonders wertvoll war Moskau aber, um zu erkennen, wie ein Großklub funktioniert. Wie Entscheidungen ablaufen, wie man sich auf ein Spiel in Wladiwostok mit acht Stunden Zeitverschiebung vorbereitet. Wie man mit Millionären im Fußball umgeht. Auf solche Themen war ich nicht vorbereitet und jetzt muss ich bei Altach ja auch mit langen Busreisen umgehen können.

Damir Canadi (zur Lieblingsformation): Aufgestiegen sind wir mit einem 4-3-3, in der Bundesliga waren wir dafür aber noch nicht effizient genug. Es gab Probleme, das höhere Tempo anzunehmen. Ich habe auch länger gebraucht, um die sieben Neuen zu integrieren, als gedacht. Die Liga ist ja für viele neu. Viele haben anfangs Fotos von den großen Stadien gemacht, das war eine Erkundungstour. Entscheidend ist das 4-4-2 aber nicht. Die Anordnung auf dem Feld ist nicht das Wichtigste. Entscheidend ist die Spielphilosophie. Es geht mir um die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive. Es geht immer darum, was der Kader am besten umsetzen kann. Da muss ich sensibel hinschauen. Für mich ist diese Vorgangsweise die erfolgreichste.

Damir Canadi (zum angeblich „überschätzten Offensivpressing“): Sicher nicht, wenn man das so perfekt wie Salzburg spielen kann. Man kann sich viel abschauen, wir Trainer müssen kreativ werden, um dagegen zu bestehen. Beim 0:5 in Salzburg ist das noch nicht aufgegangen. Aber selbst 90 Minuten so zu spielen, ist schwer, wenn die Erfahrung damit und die Qualität der Spieler nicht so da ist wie bei Red Bull.

Damir Canadi (zur eigenen Spielerkarriere): Ich war wirklich sehr talentiert. Vielleicht hat das passende Umfeld gefehlt, um Fehler, die ich sicher gemacht habe, auch analysiert zu bekommen. Ich will manch falsche Entscheidung aber nicht missen. Sie hat mich geprägt und hilft mir heute als Trainer.

Canadis Beitrag zur ÖFB Fortbildung 2014

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