Kader Fazit #3 Das Mittelfeld

Am Ende einer schwierigen Saison. Vor einem spannenden Sommer und einer extrem wichtigen Spielzeit, die zeigen kann, wohin der Weg führen wird. Zeit für ein Resümee zu unserem aktuellen Kader aus Sicht eines Fans. 

#3 Unser Mittelfeld

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okungbowa

Philipp Schobesberger. Stefan Schwab. Louis Schaub. Steffen Hofmann. Philipp Malicsek. Tamás Szántó. Arnor Ingvi Traustason. Ivan Mocinic. Andreas Kuen. Thomas Murg. Kelvin Arase. Osarenren Okungbowa. 

Philipp Schobesberger zu beurteilen macht diese Saison eher wenig Sinn. „Zu kurz eingesetzt“ lautet dann bei Einzelspielen oft die passenden Floskel dafür. Wie wichtig seine Schnelligkeit für die Mannschaft ist, sah man vor allem in den leider wenigen Spielen, in denen er eingesetzt werden konnte. Tore und Assists „pflasterten“ seinen Weg. Wir können ihm und uns nur wünschen, dass er die nächste Saison vollfit viele Spiele für Rapid machen kann. Für mich der schmerzlichste Ausfall der Saison.

Stefan Schwab ist der neue Kapitän der Mannschaft (wenn SHFG gerade nicht am Platz steht). Und er erfüllt diese Funktion meist sehr gut. Wobei die guten und weniger guten Spiele auch bei ihm recht flott durchwechselten. Irgendwie fehlte ihm über lange Strecken auch der passende Partner, um zwischen 6 und 8  variieren zu können. Vielleicht kann es Mocinic werden oder Malicsek. Auer ist es wie auch Dibon sicher nicht. Schwab machte eine OK Saison. Es ist allerdings auch bei ihm noch Luft nach oben.

Louis Schaub ist spielerisch einer meiner absoluten Favoriten im Kader. Ist er in Form, macht es richtig Spaß dabei zuzusehen, wie eng er den Ball führt – und wie er auch auf engstem Raum noch die Kontrolle bewahrt. Sein Zug vom rechten Flügel Richtung Mitte um den Schuss ins lange Eck anzutragen ist bekannt und auch durchaus erfolgsversprechend. Robben ist er halt noch keiner. Da weiß jeder, was er tun wird und kann es trotzdem nicht verhindern. Schaub kann noch oft verhindert werden. Seine Formlöcher sind leider absehbar. Dazu kamen auch noch Verletzungen. Alles in allem nicht die Saison von LS10. Aber man hofft wie immer darauf, dass nächstes Jahr der große, konstante Durchbruch kommt – was dann wohl (leider) auch den erwarteten Wechsel ins Ausland zur Folge haben wird. Man darf weiter gespannt sein.

Steffen Hofmann bleibt noch ein weiteres Jahr als Capitano an Bord. Und das ist auch gut so. Natürlich hat er nicht mehr die Power seiner jungen Jahre. Aber er ist im Verein Legende. Und das auch völlig zurecht. Ein Vorbild auf und neben dem Platz. Seine Einsatzzeiten werden wohl noch kürzer werden, seine Bedeutung für die jungen Spieler wohl noch größer.

Philipp Malicsek ist für mich ein ganz großes Talent. Bei der Admira konnte er noch jünger noch mehr beweisen was er kann. Wenn man ihn fördert und aufbaut, aus meiner Sicht ein Erfolgsgarant für die nächste(n) Spielzeit(en). Dieses Jahr wenig eingesetzt. Aber wenn er auf dem Platz war, zeigte er oft gute Übersicht und einen guten Torriecher. Ein großes Versprechen für die Zukunft. (Das hoffentlich nicht gebrochen wird:)

Tamás Szántó  konnte diese Saison schon öfter als Malicsek sein Talent unter Beweis stellen. Muss körperlich sicher noch zulegen. Aber Fuß und Auge sind ganz stark. Für einen Spieler wie ihn war natürlich diese mehr als verhatschte Saison eine große Herausforderung. Man kann schwer von einem so jungen Kicker erwarten, dass er das Kommando übernimmt und eine mehr als verfahrene Situation alleine bereinigt. Aber man kann hoffen, dass ihm gerade dieses Stahlbad für die Zukunft weitergebracht hat. Wäre ihm sehr zu wünschen.

Arnor Ingvi Traustason hatte alles in allem eine sehr enttäuschende Saison hingelegt. Man hatte wohl noch das HUH! und die isländischen EURO-Wikinger vor Augen  – und dann irrlichterte ein isländischer Hänfling über den Platz. Die Umstellung für ihn war sicher keine einfache. Eine große Stadt, ein neuer Verein, der vor Erwartung bebte und eine Saison, die nach einem kurzen „Frühstart“ mehr als bescheiden verlief. Und der kleine Wikinger trug seinen Teil dazu bei. Seine Körpersprache sagte viel zu oft – wo bin ich hier … Er wirkte alles in allem verloren. Und als man vor der Winterpause dachte, er ist jetzt im Kommen, kamen stattdessen die Pause und die Verletzungen. Mal schauen, ob er in Wien bleibt. Und wenn ja, was er wirklich kann. Im ersten Jahr hat er nicht viel gezeigt.

Ivan Mocinic war beinahe ein Spiegel der Saison. Am Anfang dachte man schon, der sensible Kroate ist der neue, runderneuerte und verbesserte Petsos. Seine Übersicht, seine Klasse am Ball war vielversprechend. Es folgten Verletzungen, Enttäuschungen und Schelte vom sensiblen Kurzzeittrainer, für den Motivation ein Fremdwort schien. Wenn Mocinic in Wien bleibt und konstant so spielt wie in einigen Matches zu Saisonbeginn, hätten wir einen der besten Sechser der Liga auf dem Platz – und vielleicht die optimale Ergänzung zu Schwab. Aber, tja, wer weiß das alles schon so genau …

Andreas Kuen bekam von DC zu Beginn der Frühjahrssaison (notgedrungen) einige Chancen. Er nutzte sie nur ansatzweise. Seine Läufe blieben oft wirkungslose. Wenige Flanken kamen gut. Viele Flanken kamen irgendwie. Und die meisten gar nicht. Er bleibt auf links ein Backup für Schrammel. Nicht mehr und nicht weniger

Thomas Murg machte auch in diesem Jahr auf mich den Eindruck eines irgendwie noch nicht so ganz fertigen Spielers. Er zeigte in einigen Spielen auf. In vielen Spielen tauchte er eher unter. Er mühte sich ab und konnte das Spiel nie in seine Richtung lenken. Irgendwie scheint er auf (s)einem Weg zu sein. Wohin der führen kann, ist mir überhaupt nicht klar. Nach Wolfsberg oder nach Europa? Keine Ahnung. Im Prinzip ein guter Kicker. Aber zur konstanten Größe bei Rapid fehlen noch ein paar Puzzleteile. Wäre schön, man könnte sie nächste Saison endlich finden.

Von Kelvin Arase und Osarenren Okungbowa hört man als Fan nur Gutes. Riesentalente. Die Zukunft von Rapid. Es bleibt zu hoffen. Viele Chancen bekamen sie heuer noch nicht. Und bei diversen Kurzauftritten machte vor allem Okungbowa eher einen ziemlich überforderten Eindruck. Aber die Burschen sind jung. Und vor allem Arase hat in einigen Spielen österreichischer Nachwuchsteams schon ziemlich aufgezeigt. Hoffentlich bald auch bei Rapid. Wäre wichtig, angesichts unserer aktuellen Offensiv-„Power“.

FAZIT

Viele viele Wenns und Abers bestücken unser Mittelfeld aktuell. Viele Verletzungen möglicher wichtiger Spieler prägten dieses Spielzeit. Wäre der Kern der Zentrale fit und in Form, könnte sich auch diese Formation durchaus sehen lassen. War sie aber leider nur sehr sehr selten. Daher blieb vieles fahriges Stückwerk. Talente steckten in der Krise fest. Hoffnungen blieben unerfüllt. Man will dennoch weiter an das große Potential glauben. In dieser Saison käme man in der boulevardesken Bällwertung vielleicht mal auf 2 oder 3 von 5 Bällen. Werden einige Versprechen tatsächlich eingelöst, hat man eine starke Zentrale. Aber bis dahin bleiben erst mal die Wenns und Abers spielbestimmend.

 

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