Derbysieg einfach verschenkt

Wie vor zwei Wochen gegen Mattersburg beendete Rapid auch das Derby gegen die Lilanen mit einem Mann weniger und konnte wieder ein 2:0 daheim nicht nach Hause bringen. Und das auf eine ebenso ärgerliche wie lächerliche Art und Weise. Denn man spielte fast 70 Minuten lang wirklich aktiv, engagiert und souverän im Heimstadion. Man hatte eine schwache, verunsicherte Austria mit starkem, aggressivem Pressing zu 100 Prozent im Griff.

Und man hat es wieder verabsäumt, die nötigen Tore zu erzielen und den gottverdammten Sack endlich zuzumachen. Ich weiß nicht, wann Joe mal ein treffsicherer Stürmer wird. Vielleicht in 3 Jahren. Aber dann sicher nicht mehr bei uns. Wahnsinn, wie stümperhaft und dumm heute wieder Chancen en masse vergeben wurden. (Und wie lange wartet man eigentlich noch mit einer Sturmalternative? Bis Ende August? Bis 2019? Altach (!) hat einen offensiven Teamspieler aus Kamerun in seinen Reihen und ist gerade wieder einem starken Stürmer auf den Fersen. Und Rapid findet keine Alternative zu Chancenkiller Joe?!)

Und es war einfach nur ärgerlich, wie die gesamte Mannschaft nach einer wirklich guten Stunde völlig die Linie verloren hat. Wie man nach 60 Minuten Dominanz auf einmal zögerlich und ängstlich und fehlerhaft spielte. Die Mannschaft war nicht mehr wieder zu erkennen. Kaum noch ein zweiter Ball wurde gewonnen. Die ganze Mannschaft wurde nervös und extrem unsicher, wie es einer Mannschaft mit so erfahrenen Spielern einfach nicht passieren darf. Schwab, Murg, Schaub, Sonnleitner, Schrammel haben wirklich schon sehr viele Spiele in den Knochen uns sollten einer Mannschaft Halt geben können – gerade in so einer Situation.

Dass ein blinder Schiedsrichter lieber bei jeder Berührung an Rapid-Spieler gelbe Karte verteilte als das Elferfoul an Joelinton zu erkennen, tat natürlich sein Übriges. Es wäre aber genau der richtige Zeitpunkt gewesen, um einer schwachen Austria mit diesem Spiel einen weiteren Stoß Richtung Tabellenende zu verpassen. Aber dafür war die Hütteldorfer Mannschaft heute leider zu nervös und zu unfähig. Wobei es natürlich besonders schön gewesen wäre, Dauermotschkeranten und Volltrollen wie Holzhauser, Tajouri oder Martschinko eine saftige Niederlage zu verpassen.

So fühlt sich dieses Remis viel mehr wie eine Niederlage an. Gegenstände aufs Feld zu werfen bleibt dennoch unnötig wie ein Kropf und hat hoffentliche keine schlimmeren finanziellen Konsequenzen für den Verein. Alles in allem leider ein mehr als enttäuschendes Derby. Trotz heißer, guter und sensationeller Stimmung im Stadion (abgesehen von den Wurfgegenständen).

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