Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich …

Die zeitliche Nähe alleine …

ein kurzer Nachtrag zum vorangegangenen Artikel

Das Beispiel ergibt sich alleine aus der zeitlichen Nähe. Erst vor wenigen Tagen platzte es aus meinem „Fanbauch“. Rapid muss wieder stressen, stressen, stressen. Rapid muss aggressiver spielen, den Gegner unter Druck halten und ihm seinen Willen (seine Tore) quasi aufzwingen.

Und gestern abends war genau so ein Spiel zu bestaunen. (Natürlich) nicht vom SK Rapid sondern vom Liverpool FC. Das fantastische 4:0 gegen Barcelona war all das und noch mehr. Und mit der zeitlichen Nähe enden auch schon wieder die Gemeinsamkeiten zwischen dem roten und dem grünen Klub. Wobei … große Tradition, schon länger keinen Titel mehr gewonnen. Ok, das eint die beiden doch auch irgendwie … Wobei die Engländer das in der aktuellen Saison ja noch ändern können. Wir nicht.

Aber, ja, natürlich spielen die beiden Klubs sportlich und wirtschaftlich in völlig unterschiedlichen Ligen und Dimensionen. Liverpool verstärkte seinen Kader in den letzten Jahren um ein paar 100 Millionen. Rapid verstärkte seinen Kader in den letzten Jahren eigentlich gar nicht – obwohl man auch ein paar Millionen ausgab.

Aber, nein, es geht mir auch nicht um die Wirtschaft – es geht mir hier nur um die grundsätzliche Einstellung. Und die hat mir Geld nicht zwingend was zu tun. Wie die hochbezahlten Profis eines anderen Großklubs aus Manchester gerade wieder eindrucksvoll beweisen. Wer das Spiel am Wochenende gesehen hat, mit dem man endgültig die Chance auf die Champions League verspielte, weiß, was ich meine. Obwohl auch hier durchaus ein paar Hochbegabte auf dem Platz standen, erinnerten das Spiel und die Einstellung eher an die Kollegen aus Hütteldorf. Lauffaul, pomadig, tranig, lieber weniger als mehr laufen – das war und ist dort das Motto. Man hatte bei Pogba und Kollegen irgendwie das Gefühl, sie überlegen da trabend auf dem Feld, ob sie für ihr Engagement beim nächsten Großklub (Real? PSG? …) lieber 300.000 oder doch 400.000 Euro die Woche verlangen sollen  – und ob der nächste Lamborghini  eher rot oder gelb werden wird.

Und ein paar Nummern kleiner, erwecken Schwab & Co. immer wieder durchaus einen ähnlichen Eindruck.

Alles eine Frage der Mentalität. Qualität haben eh viele.

Im Gegensatz dazu hat man bei den Burschen von Klopp in jeder Sekunde der heurigen Saison den Eindruck, dass sie wollen. Auch wenn man nicht immer gut spielten, so war das Bemühen niemals zu leugnen. Mehr als 90 Punkte in der Liga und das Finale der Champions League sprechen eine klare Sprache.

Und genau diese Mentalität muss in Hütteldorf wieder auf dem Rasen zu sehen sein. Kein Großreden der Gegner, kein Kleinmachen der eigenen Chancen. Sondern ein selbsbewusstes, mutiges Auftreten. Auf und neben dem Platz. Nach einem 0:3 auswärts gegen einen starken Gegner, ginge es bei uns nur darum, sich zuhause „möglichst gut zu verkaufen“, nur nicht noch mal hoch zu verlieren.

Ich will hier aus einer Sensation keine Regel machen. Aber NUR mit der Einstellung und dieser Art zu spielen, kann man Regeln brechen. Nur so kann man Niederlagen egalisieren und wieder gewinnen. Und das muss jeder in diesem Verein wollen. Niemand darf es als sein höchstes Ziel sehen, es irgendwie in den Kader oder mal in die Startelf geschafft zu haben. Es geht darum, in jeder Minute jedes Spiel gewinnen zu wollen. Und das muss die Linie des Klubs sein. Und das nicht nur bei Sonnleitner, Dibon, Strebinger und ab und an bei Murg. Auch die momentanen Ersatzspieler müssen auf den Rasen wollen und müssen gewinnen wollen. Und das Trainerteam sowieso. Wobei ich mir da bei Didi K. die wenigsten Sorgen mache. 

Die richtigen Spieler anstelle der vemeintlich Besten

Und dafür braucht es genau die richtigen (nicht immer die besten) Spieler in Hütteldorf. Wenn die Besten dann auch noch die Richtigen sind- umso besser. Also gibt es viel zu tun beim Ausmisten, Umbauen, Aufbauen. Im Sommer. In Hütteldorf.

Jeder wirklich jeder Spieler soll vor seinem Engagement nicht nur mit ein paar hübschen Szenen und Törchen in kleinen Videos geglänzt haben, sondern einen harten „Mentalitäts-Check“ durchlaufen haben. Jeder Spieler muss auf Herz und Nieren auf die richtige Einstellung geprüft sein. Er soll bei Rapid sein, weil er es will – und nicht, weil die Austria oder Sturm weniger zahlten und bei Red Bull gerade keine Platz im Kader frei war. 

GWG!

 

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