Entscheidende Wochen

Nach der lähmenden Länderspielpause und dem Sieg im Cup in Wiener Neustadt geht es für Rapid Wien in den nächsten Wochen Schlag auf Schlag.

Jetzt zählt´s

Schon am Donnerstag heißt der Gegner in Hütteldorf Arsenal London. In normalen Zeiten das heiße Heimspiel des Jahres. Zu Zeiten einer Pandemie ein Match vor 3.000 Zusehern – wobei es einen Tag später nur mehr 1.500 wären. So weit so schlecht.

Egal zu welchen Zeiten, solche Spiele sind für unseren Verein und unsere Spieler in jedem Fall Highlights. Weil man im Prinzip ja nur gewinnen kann. (Wenn man von einem Heim-Debakel mal absieht) Ein Punkt oder ein Sieg wären außergewöhnlich und würden unendlich guttun. Eine knappe „ehrenvolle“ Niederlage schmerzt im ersten Moment, aber schon bald überwiegt im Kopf, dass man sich gegen einen Riesenclub gut verkauft hat.

Also hoffe ich, dass unsere Spieler und unser Trainer gerade dieses Spiel mit dem nötigen Mut angehen (ohne das Hirn auszuschalten). Aber nur hinten den Bus parken bringt in der Regel nix, weil irgendwann die individuelle Klasse immer einen Weg finden wird, um ein oder zwei Tore reinzuzwirbeln. Pressen und laufen und laufen und laufen und mutig antreten gegen einen Gegner, der eine Mannschaft aus Österreich sicher nicht mit 100% Ernst angehen wird. Und wenn man sich den Kader eines Top 6 Vereins aus der Premier League ansieht, reichen ja in der Regel auch 90% wohl aus. Wenn ich nur an Duelle gegen Aubameyang, Pepe, Willian denken wird mir schon etwas schwindlich …

In der Liga dranbleiben

Aber fast noch wichtiger als das Gala-Spiel gegen Arsenal sind dann die nächsten Spiele in der Champions League gegen vermeintlich schlagbare Gegner und vor allem die Spiele in der Liga.

Auswärts in Wolfsberg, daheim gegen Altach, daheim gegen die Bullen, auswärts in Ried und dann das Derby. Da gilt es wirklich kontinuierlich voll zu punkten und alles dran zu setzen, um an der Spitze (dran) zu bleiben – und nicht schon wieder mit einem wachsenden Abstand auf die Dosen (und den LASK) in den Winter zu gehen.

Mitte Dezember geht es im Cup leider schon wieder gegen den Serienmeister aus Salzburg. In diesen (fast) zuschauerlosen Zeiten ist es dann auch schon egal, ob daheim in Hütteldorf oder auswärts. Will man hierzulande den Cup gewinnen, muss man sowieso irgendwann die Bullen besiegen. daran führt schon länger kein Weg mehr vorbei.

Nun sind die Ziele wohl auch im Club die selben. Europäisch die Gruppenphase auf Platz 1 oder 2 überstehen, in der Liga dran bleiben, vorn bleiben und im Cup endlich mal die Bullen biegen. Dafür hoffen wir, dass wir von Verletzungen weitgehend verschont bleiben, dass sich Spieler wie Kara und Demir so weiterentwickeln, dass Fountas weiter trifft, dass Kitagawa zeigt, warum er geholt wurde, dass Ritzmaier wirklich eine Verstärkung ist und dass das ganze Team geschlossen bereit ist, immer von der ersten Minute an wach und engagiert aufzutreten.

Dann können das wirklich gute Wochen werden – abseits von allen anderen Lebensumständen, die uns in den Winter hinein begleiten.

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