Mehr Licht und weniger Schatten

Nach einem doch ziemlich bescheidenen Start in dieses Kalenderjahr 2022 mit Cup-Out & Co. gegen Hartberg hat Rapid sich wieder gefangen und macht sogar manchmal wieder richtig Spaß.

Ein erstes „Umbrucherl“ in Hütteldorf

Kein Maxi Ullmann mehr, den es gen Italien zieht. Kein Kara und kein Fountas mehr, die es zum Geld kassieren in die USA treibt. Und kein Strebinger mehr, der ab jetzt in Warschau spielt. (Wobei man sagen muss, dass Taxi ja eigentlich noch da ist, aber halt nicht mehr wirklich mag oder eben „verletzt“ ist, weil er sich vor den USA auch nicht mehr wehtun mag.) Unsere altbekannte Defensive ist derzeit leider auch oft bis dauernd verletzt, Greiml, Dibon, Hofmann sind out.

Doch auf einmal sind da ja Moormann, Zimmermann, Hedl, Aiwu, Auer und Grüll – und ein schon fast abgeschriebener Wimmer, der furztrocken den Boss in der Abwehr gibt. Auch das sowieso Riesentalent Demir kommt nach Stotterstart langsam in Schwung und köpfte (!) am Wörthersee sogar das 3:1. Und man hat eben in sehr klar und souverän geführten Partien gegen Wattens und Klagenfurt gesehen, dass die Mannschaft langsam verinnerlicht, was Trainer Ferdl von ihr will. Mit einem Stojkovic, der ja eh immer rennt und nur ab und an durch dummes Kartenspielen auffällt, und einem Ljubicic, der macht, was er soll, entsteht nach und nach ein Team, das ein bissl Spaß macht.

Großes Gehen im Sommer?

Da im Sommer einige grünweiße Verträge auslaufen, kann von größter Erleichterung keine Rede sein, aber man kann halt nur hoffen, dass man sich dann auch von den richtigen Kickern trennt. Bei Greiml und Stojko wäre es schon fein, wenn sie länger blieben. Schick, Arase, Graho & Co muss ich nicht zwingend länger in grün sehen. Knasmüllner und Kitagawa sowieso nicht. Auch wenn die noch länger Vertrag haben.

Bleibt nur zu hoffen, dass die heutige Logik des Marktes bei Spielern wie Grüll, Demir oder Aiwu nicht wieder zu früh zu greifen beginnt, Eine gute (Halb)Saison und schon landen sie in Köln & Co.

Perspektivisches Bauen

Rapid macht wie gesagt langsam wieder Spaß. Das hat mir mehr Power zu tun, das hat mit giftigen jungen Kickern zu tun, die einfach mal reingehen, wo es (dem Gegner) auch wirklich wehtut. Erstaunlich vor allem auch wie Wimmer im Moment den Laden hinten wieder dicht hält – wobei man schauen muss, wie das gegen eine wirklich starke Offensive ausschaut. Mit Greil und Peretz kommen wohl neue Verstärkungen, die durchaus Sinn ergeben können. Und die Hoffnung machen – und das ist, was wir Fans brauchen.

Frische Hoffnungsträger

Mit Kickern wie Grüll, Aiwu, Moormann, Zimmermann, Auer, Hedl, natürlich Demir hat Rapid jetzt endlich wieder Hoffnungsträger. Junge Kicker, die Leistung bringen und auch noch Spaß machen. Kara war natürlich auch so einer – aber ja, nach einer guten Saison suchen die Meisten heutzutage halt das Weite bzw. mehr Kohle. Aber, egal, abhaken und weiter machen. Ich freu mich, dass langsam bei Rapid wieder eine Struktur im Spiel zu erkennen ist und dass junge Kicker wieder Gas geben und ich nicht mehr andauernd nur einem Maxi Hofmann, einem Knasmüllner, einem Kitagawa, einem Arase und einem Schick zuschauen muss. Denn das verdirbt einem echt die Laune. Alibikick von Kaderergänzungen tut auf Dauer wirklich nicht gut.

UND JETZT GILT: WEITER GAS GEBEN UND GEWINNEN – UND PLATZ 2 IN DER LIGA SICHERN!

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